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Was kostet ein Heuballen?

Von 3,50 Euro für den Kleinballen bis 110 Euro für den Großquader. Die Formate sind so verschieden, dass nur der Kilopreis vergleichbar ist.

Veröffentlicht am 19.08.2026

Rundballen Heu lagern trocken unter einer Rundbogenhalle mit offener Front.

Was ein Heuballen kostet, hängt zuerst am Format — und die Formate unterscheiden sich um den Faktor dreißig im Gewicht. Ein Preis ohne Formatangabe sagt deshalb nichts.

Preise nach Format

FormatGewichtPreis ab HofPreis je kg
HD-Kleinballen12–25 kg3,50–7,00 €0,25–0,32 €
Mittelquader180–250 kg40–65 €0,22–0,28 €
Rundballen Ø 1,50 m300–400 kg55–80 €0,17–0,23 €
Großquader350–500 kg75–110 €0,18–0,24 €

Der Kleinballen ist je Kilogramm am teuersten und trotzdem für viele die richtige Wahl: Er lässt sich ohne Technik bewegen, passt in jede Scheune und wird verbraucht, bevor er Feuchtigkeit zieht.

Warum der Kilopreis der einzige faire Vergleich ist

Zwei Angebote über 60 Euro je Ballen können sich um mehr als 60 Prozent im Kilopreis unterscheiden, je nachdem ob Ø 1,20 m oder Ø 1,50 m gemeint ist. Fragen Sie deshalb bei jedem Angebot nach dem Ballengewicht.

Ein Anbieter, der das Gewicht nicht nennt, hat nicht gewogen — und dann kaufen Sie eine unbekannte Menge zu einem bekannten Preis. Bei uns steht der Grundpreis je 100 kg an jedem Artikel und das gewogene Gewicht jeder Charge im Halmpass.

Was den Preis bewegt

Die Qualität. Bodentrocken geworbenes, grünes, staubarmes Heu vom Hang kostet mehr als Ware von der intensiv gedüngten Talwiese — der Ertrag je Hektar ist niedriger und der Erntefensteraufwand höher.

Der Schnitt. Zweiter Schnitt liegt meist 10 bis 20 Prozent über dem ersten.

Die Analyse. Laborgeprüftes Heu mit ausgewiesenem Zucker- und Fruktangehalt kostet Aufschlag. Für Pferde mit EMS, Cushing oder Hufrehe ist es die einzige verantwortbare Grundlage.

Das Erntejahr. Ein nasses Frühjahr verschiebt die Mahd, drückt die Qualität und hebt den Preis für das wenige gute Heu deutlich.

Die Jahreszeit. Direkt nach der Ernte ist Heu am günstigsten. Wer im März kauft, zahlt regelmäßig 15 bis 30 Prozent mehr — und bekommt die schlechtere Auswahl.

Die Nebenkosten, die den Preis kippen

Fracht. Bei Speditionsware über größere Distanzen können 15 bis 25 Cent je Kilogramm hinzukommen — mehr als das Heu selbst. Ab einer gewissen Menge lohnt die komplette Ladung, weil die Fracht je Fahrt und nicht je Kilogramm anfällt. Rahmendaten dazu stehen unter LKW-Ladung.

Verderb. Ohne trockenen, luftigen Lagerplatz kalkulieren Sie 5 bis 10 Prozent Verlust ein. Siehe Heu richtig lagern.

Abladen. Ein Großquader mit 450 kg braucht Technik. Wer keinen Frontlader hat, kauft faktisch kleinere Gebinde — oder zahlt für Abladehilfe.

Kleinballen oder Großgebinde

Die Rechnung fällt nicht automatisch zugunsten des günstigeren Kilopreises aus. Ein Großquader mit 450 kg ist je Kilogramm rund 20 Prozent billiger als der Kleinballen — aber nur, wenn er innerhalb weniger Wochen verbraucht wird.

Bei zwei Pferden mit zusammen 20 kg Tagesbedarf reicht ein Großquader über drei Wochen. So lange liegt er angebrochen, zieht Luftfeuchtigkeit und verliert Aroma. Was am Kilopreis gespart wurde, geht am Verderb und an der sinkenden Akzeptanz wieder verloren.

Die Faustregel: Unter vier Großtieren ist das kleinere Gebinde meist die wirtschaftlichere Wahl.

Die Jahresrechnung

Ein 600-kg-Pferd frisst rund 3,8 Tonnen Heu im Jahr. Bei 22 Cent je Kilogramm sind das etwa 840 Euro, vor Fracht und vor Verlust. Bei zwei Pferden und Bodenfütterung mit 20 Prozent Verlust wird daraus schnell die doppelte Summe.

Aktuelle Kilopreise und Mengenstaffeln finden Sie unter Heu-Preise; die Formate unter Heu in Ballen. Zur Preisfrage speziell beim Rundballen siehe Was kostet ein Rundballen Heu.

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