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Kleinballen Heu: Maße, Gewicht und wann sie sich lohnen

12 bis 25 kg, von Hand zu tragen, ohne Frontlader zu lagern. Teurer je Kilogramm — und für kleine Bestände trotzdem meist die wirtschaftlichere Wahl.

Veröffentlicht am 19.08.2026

Quaderförmige Heuballen sind zu einer mehrere Meter hohen Wand aufgestapelt.

Der Kleinballen — im Handel auch HD-Ballen genannt, für High Density — ist das kleinste gängige Heugebinde. Er wiegt 12 bis 25 kg und ist das einzige Format, das eine Person allein bewegen kann.

Maße und Gewicht

MerkmalWert
Maße (H × B × L)ca. 0,35 × 0,45 × 0,70–0,90 m
Gewicht Heu12–25 kg
Gewicht Stroh7–14 kg
Volumenca. 0,12 m³
Bindung2 Schnüre, selten Draht

Die Länge stellt der Fahrer an der Presse ein und ist deshalb die variabelste Größe. Zwischen einem kurzen 12-kg-Ballen und einem langen 25-kg-Ballen liegt Faktor zwei — beim Kauf nach Stück also unbedingt nach dem Gewicht fragen.

Warum sie je Kilogramm teurer sind

Ein Kleinballen kostet 3,50 bis 7,00 Euro, also etwa 0,25 bis 0,32 Euro je Kilogramm. Ein Großquader liegt bei 0,18 bis 0,24 Euro.

Der Aufschlag hat einen einfachen Grund: Pro Tonne Heu fallen bei Kleinballen rund fünfzigmal so viele Handgriffe an wie bei Großquadern. Aufsammeln, stapeln, laden, abladen — jeder Ballen einzeln. Diese Arbeitszeit steckt im Preis.

Wann sie trotzdem die richtige Wahl sind

Die Rechnung dreht sich, sobald man den Verbrauch einbezieht.

Ein Großquader mit 450 kg reicht bei zwei Pferden über drei Wochen. So lange liegt er angebrochen, zieht Luftfeuchtigkeit, verliert Aroma, und die Akzeptanz sinkt. Was am Kilopreis gespart wurde, geht am Verderb wieder verloren.

Ein Kleinballen ist in ein bis zwei Tagen verbraucht. Er wird geöffnet, gefüttert, fertig.

Die praktische Faustregel:

  • bis 3 Großtiere — Kleinballen sind meist wirtschaftlicher
  • 4 bis 8 Großtiere — Mittelquader oder Rundballen
  • ab 8 Großtieren — Großquader oder komplette Ladung

Die weiteren Vorteile

Keine Technik nötig. Kein Frontlader, kein Hoflader, keine befestigte Zufahrt für schweres Gerät. Für Selbstversorger, Kleintierhalter und Reitbeteiligungen ist das oft der entscheidende Punkt.

Portionierbar. Ein Kleinballen zerfällt beim Öffnen in Flocken von ein bis zwei Kilogramm. Die Ration lässt sich damit abschätzen, ohne zu wiegen.

Stapelbar in jeder Scheune. Kleinballen nutzen niedrige Räume, Zwischendecken und Ecken, in die kein Großgebinde passt.

Weniger Verlust. Weil immer nur wenig offen liegt, sind Verluste durch Feuchtigkeit und Verschmutzung deutlich geringer.

Lagerung im kleinen Format

Kleinballen werden auf Paletten oder Kanthölzern gestapelt, nie direkt auf Beton — sonst zieht Bodenfeuchte von unten ein. Zwischen Stapel und Wand gehören mindestens zehn Zentimeter Luft.

Die Stapelrichtung wechselt lagenweise um 90 Grad. Das verzahnt den Stapel gegen Umkippen und lässt gleichzeitig Luft durch die Zwischenräume ziehen. Ein Stapel, der über Kopfhöhe geht, sollte gegen die Wand gesetzt oder abgestützt werden.

Worauf Sie beim Kauf achten

Prüfen Sie das Gewicht — ohne Angabe ist der Stückpreis wertlos. Prüfen Sie die Bindung: Lockere Schnüre bedeuten weich gepresst und damit weniger Inhalt. Und prüfen Sie den Kern: Öffnen Sie einen Ballen aus der Lieferung und riechen Sie hinein. Muffiger Geruch bedeutet zu feucht gepresst.

Kleinballen sind wegen des kleineren Querschnitts weniger anfällig für Kernschimmel als Großgebinde — sie trocknen im Stapel besser durch. Ein Freibrief ist das nicht: Über 15 Prozent Restfeuchte schimmelt auch ein Kleinballen.

Für Kaninchen, Meerschweinchen und andere Kleintiere ist dieses Format ohnehin das einzig sinnvolle — siehe Heu für Kaninchen und Kleintierheu.

Alle Gebinde und ihre gewogenen Gewichte finden Sie unter Heu in Ballen; zum Formatvergleich siehe Was wiegt ein Heuballen.

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