Ein Quaderballen Heu wiegt je nach Pressmaß 180 bis 500 kg. Das Format wird über den Presskanal definiert, und die gängigen Kanäle sind genormt genug, dass sich das Gewicht gut vorhersagen lässt.
Gewicht nach Pressmaß
| Pressmaß (H × B × L) | Bezeichnung | Gewicht Heu | Gewicht Stroh |
|---|---|---|---|
| 0,70 × 0,80 × 1,60 m | Mittelballen | 180–250 kg | 100–140 kg |
| 0,80 × 0,80 × 1,80 m | Großquader klein | 250–330 kg | 140–190 kg |
| 0,80 × 0,90 × 2,40 m | Großquader Standard | 350–450 kg | 190–260 kg |
| 1,20 × 0,90 × 2,40 m | Großquader hoch | 450–550 kg | 250–320 kg |
Die Angabe erfolgt im Handel meist als Kanalmaß, also Höhe × Breite. Die Länge stellt der Fahrer ein und variiert deshalb am stärksten.
Warum Quaderballen den Handel dominieren
Rundballen sind auf dem Feld im Vorteil — sie lassen sich schneller pressen und vertragen Regen besser, weil das Wasser außen abläuft. Sobald es aber um Transport und Lagerung geht, dreht sich das Bild.
Ein Quaderballen nutzt die Ladefläche vollständig aus. Zwischen gestapelten Rundballen bleibt bauartbedingt Luft; bei Quaderballen nicht. Auf denselben 13,60 m Ladefläche kommen dadurch statt 9 bis 14 Tonnen Rundballen rund 22 bis 24 Tonnen Quaderballen — die Nutzlast wird tatsächlich ausgeschöpft.
Bei Frachtkosten, die pro Fahrt und nicht pro Kilogramm anfallen, entscheidet das den Preis je Kilogramm am Zielort deutlich.
Ladung planen
Für einen Standard-Sattelzug mit 13,60 m Ladefläche und 2,48 m Innenbreite:
| Format | Ballen je Lage | Lagen | Gesamt | Gewicht |
|---|---|---|---|---|
| 0,80 × 0,90 × 2,40 m | 10 | 3 | 30 | ca. 12 t |
| 0,70 × 0,80 × 1,60 m | 16 | 4 | 64 | ca. 14 t |
| 1,20 × 0,90 × 2,40 m | 10 | 2 | 20 | ca. 10 t |
Die Grenze ist in der Praxis fast immer die Ladehöhe von 4,00 m Gesamthöhe, nicht das zulässige Gesamtgewicht. Wer eine komplette Ladung plant, rechnet deshalb in Kubikmetern und prüft das Gewicht erst danach.
Komplette Ladungen kalkulieren wir direkt — die Rahmendaten stehen unter LKW-Ladung.
Der Zielkonflikt bei kleinen Beständen
Großquaderballen sind je Kilogramm günstiger, brauchen aber Technik zum Abladen und einen trockenen Platz, auf dem 400 kg am Stück Platz haben. Für zwei Pferde im Offenstall ist das selten praktikabel.
Die Faustregel: Unterhalb von etwa vier Großtieren ist der Mittelballen oder der HD-Kleinballen wirtschaftlicher, weil kein Ballen angebrochen wochenlang offen liegt. Angebrochenes Heu verliert Aroma und zieht Feuchtigkeit — was am Kilopreis gespart wurde, geht am Verderb wieder verloren.
Restfeuchte prüfen, bevor gestapelt wird
Gerade Großquaderballen sind anfällig, weil der Kern beim Pressen am wenigsten Luft bekommt. Über 15 Prozent Restfeuchte gehört ein Großquaderballen nicht in einen geschlossenen Stapel. Mehr dazu unter Heu richtig lagern.
Alle Gebinde und ihre gewogenen Gewichte finden Sie unter Heu in Ballen; die Laborwerte je Charge im Halmpass.